• Simone Boecher

Ganzheitliche Stress-Prävention

Hallo ihr Lieben,

diesen Monat dreht sich auf meinen Social Media Kanälen alles um das Thema Stress.

Dieses Thema liegt mir persönlich sehr am Herzen, da ich selber über 20 Jahre als Managerin in großen amerikanischen Unternehmen tätig war und ich während dieser Zeit oft mit negativem Stress in Berührung kam. Sei es durch organisatorische Änderungen im Unternehmen, wie Outsourcing und Umstrukturierungen, Auslandstätigkeiten oder in Phasen von massivem Personalabbau und Kosteneinsparungen, negativer Stress war stets präsent - bei mir, meinen Vorgesetzten, Kollegen und auch Kunden.

Stress ist in der heutigen Zeit, in einer immer komplexeren Arbeitswelt mit voranschreitender Digitalisierung und Globalisierung, für viele in ihrem Arbeitsumfeld zur Normalität geworden. Ob Unternehmer, Führungskraft oder Angestellter, Stress-Management ist ein Thema, das jeden betrifft.

Ich möchte dir diesen Monat einige Anregungen und Tipps mitgeben, wie du in deinem Berufsalltag durch achtsamen Umgang mit dir selbst und deinem Umfeld, besser mit negativem Stress umgehen kannst, um körperlichen und psychischen Krankheiten vorzubeugen. Stress-Prävention umfasst viele Themen und Aspekte und ist etwas sehr individuelles. Deshalb darfst du hier gerne schauen, welche Anregungen, die du bei mir kennenlernen wirst, dir persönlich zusagen. Nur dann wirst du sie auch längerfristig umsetzen. Höre also zu diesem Thema ganz besonders auf dein Bauchgefühl!

Als Einleitung in das Thema möchte ich dir hier im Blog gerne einen allgemeinen Überblick über einige generelle Begriffe und Hintergründe zu Stress geben.


Warum ist das Thema Stress-Management so wichtig?


Ich möchte dazu einige alarmierende Daten und Fakten nennen, die aus aktuellen Krankenkassenreports hervorgehen:

  • Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems sind seit Jahren an Platz 1 der Ursachen für Arbeitsunfähigkeit gefolgt von psychischen Erkrankungen auf Platz 3. Beides steht im engen Zusammenhang mit Stress.

  • Der relative Anteil psychischer Erkrankungen am Arbeitsunfähigkeitsgeschehen kletterte in den vergangenen 40 Jahren von 2 auf über 15 Prozent.

  • In den letzten 22 Jahren stieg der Anteil an Frühberentungen wegen psychischer Erkrankungen von ca. 17 auf über 40 Prozent.

  • Die Krankheitskosten allein für psychische Erkrankungen erzeugen jedes Jahr Kosten in Milliardenhöhe – Tendenz steigend!

Was genau ist Stress – kurzer Hintergrund und Definition:


In den 1930er Jahren hat der ungarisch-kanadische Mediziner Dr. Hans Selye, der Urvater der Stressforschung, den ursprünglich aus der Materialkunde stammenden Begriff „Stress“ adaptiert. Er bezeichnete Stress als eine “unspezifische Antwort des Körpers auf jede Anforderung, die an ihn gestellt wird”. Er prägte auch die Begriffe “Eustress” und “Distress”. Selye betrachtete Eustress als positiven, motivierenden, aufmerksamkeits-steigernden Stress, der leistungsfähiger macht, wie z.B. Lampenfieber vor einem wichtigen Termin oder mitfiebern während eines wichtigen und spannenden Fußballspiels. Den Begriff “Distress” benutzte er für negativen, belastenden Stress. Typischerweise meinen wir heute Distress, wenn wir im Alltag über Stress sprechen. Wir verwenden das Wort oft auch als Synonym zu den Begriffen “Sorge”, “Furcht” und “Angst”.


Was sind typische Stressoren / Stressauslöser?


Man unterscheidet folgende Arten von Stressoren:


Externale Stressoren:

Einwirkungen von Außen, die kaum oder gar nicht zu beeinflussen sind, Umweltfaktoren wie z.B. Kälte, Hitze, Lärm oder unerwartete Veränderungen. Im beruflichen Umfeld z.B. Umstrukturierung, Globalisierung, Digitalisierung.

Internale Stressoren:

An den Körper gebunden, finden ihren Ausdruck in Krankheiten, Schlafmangel, hormonellen Veränderungen, schlechter körperlicher Konstitution und Schmerzen.

Psychische Stressoren:

Negative Gedanken, Ängste, ständiger Termindruck, unerfüllte Erwartungen, Perfektionismus, Konflikte mit Kollegen. Sie entstehen vor allem durch unsere persönliche Wahrnehmung.

Stressoren sind sehr individuell und hängen vom Empfinden des Betroffenen ab. Häufig ist unsere Einstellung in Bezug auf eine Situation der Stressauslöser und nicht die Situation selbst. Es reichen schon negative Gedanken um das Stress-System zu aktivieren.


Stressreaktionen – Wie äußert sich Stress im Körper?


Stress entsteht im allgemeinen dann, wenn das Nervensystem aus der Balance gerät. Vom autonomen Nervensystem (willens- und bewusstseins-unabhängiges System) wird der Sympathikus aktiviert und die Hormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Diverse physiologische Prozesse werden in Gang gesetzt, um uns hellwach zu machen und um uns auf den “Angriff” und eine schnelle Hochleistung vorzubereiten. Ein Teil des Großhirns wird blockiert, da jedes Nachdenken schädlich sein könnte. Weniger wichtige Funktionen wie körperliche Regenerationsprozesse, Immunsystem, Appetit und Verdauung werden eingeschränkt oder unterbunden. Gleichzeitig wird Energie mobilisiert: Blutzucker und Blutfettwerte steigen und die Durchblutung wichtiger Muskeln (Arme und Beine) wird verbessert, der Blutdruck steigt und die Pupillen weiten sich.


Dieser “Kampf oder Flucht”-Mechanismus existiert seit Jahrtausenden und half unseren Vorfahren bei drohender Gefahr durch Angreifer, wie z. B. wilde Tiere, rasch zu handeln. Nach einer Stress-Situation gab es dann wieder eine Phase von Ruhe, Entspannung und Erholung. Hierbei dominiert der Parasympathikus, der für Entspannung, Wachstum, regenerative Prozesse und Nahrungsaufnahme zuständig ist.


Die gleichen Mechanismen laufen auch heute noch in einer Stresssituation ab, mit dem Unterschied, dass wir heute oft mehrmals täglich Stress erleben oder gar chronischem Stress ausgesetzt sind, ohne die notwendigen Erholungsphasen zu haben. Bei ständigem Stress schüttet der Körper kontinuierlich Cortisol aus und es können sich unterschiedlichste Stresssymptome entwickeln.


Stresssymptome und Beschwerden

Zu den häufigsten Stresssymptomen und Beschwerden gehören unter anderem: ein geschwächtes Immunsystem (häufige Infekte und Erkältungen), Schlafstörungen und Erschöpfung, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Verspannungen, Magen- und Verdauungsprobleme, Arteriosklerose, Diabetes mellitus, innere Anspannung, Gedankenschleifen, Konzentrationsstörungen, aggressives Verhalten und schnelle Reizbarkeit. Werden die Symptome über längere Zeit ignoriert oder nicht wahrgenommen, kann es zu schlimmeren Beschwerden wie Herz-Kreislauf-Problemen, Depressionen oder gar Burn-Out kommen.

So, genug zu den Definitionen und Hintergründen. Wenn du Lust hast mehr über das Thema Stress zu lernen und einfach umsetzbare Tipps aus den Bereichen Ayurveda und Mindfulness bekommen möchtest, dann folge mir gerne auf meinen Social Media Kanälen und abonniere meinen monatlichen Newsletter.


Stress less!

Deine Simone

Coach für gesundes modernes Arbeiten





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